Die Dorking Seite

  
 


 
 

Anregungen und Ideen zur Zuchtplanung bei der Rasse Dorking


 

Prolog:

Die Dorking sind eine sehr alte Rasse, die ursprünglich im Mittelmeerraum (römisches Reich) beheimatet war und schon sehr früh nach England kam.

Folgende Merkmale prägen die Rasse: Zwischentyprasse (weder Asiatischer- noch Mittelmeertyp), Fleischhuhn (helle Beinfarbe, helles und kurzfaseriges Fleisch, schwer), 5-Zehigkeit, ausgeprägte Brutlust, tiefer Stand, langer breiter waagrechter Körper, ausgeprägtes Brustbein, markante Kopfpunkte, steh- und rosenkämmig. Die Zuchtbasis ist seit jeher sehr „dünn“, wenige Züchter halten der Rasse langfristig die Treue. Auf überregionalen Ausstellungen sieht man selten Dorking bzw. nur in geringer Anzahl. Hin und wieder kommt es zu einem größeren Auftrieb bei Schauen z.B. Dt. Junggeflügelschau Hannover 2002 (> 30) und Europaschau Leipzig 2006 (> 40).

Die Rasse ist dem Sonderverein der Haubenhühner und seltenen Hühnerrassen zugeordnet. Es ist zu befürchten, dass die Dorking genetisch sehr „eng aufgestellt“ sind – d.h. die Rasse ist von Inzuchtdepression betroffen – dies können sein: nachlassende Vitalität, anfällig für Krankheiten, schlechte Legeleistung, schlechte Befruchtung, schlechte Schlupfrate, hohe Kükensterblichkeit, schwacher Körper, zu geringes Gewicht, fehlende Rassigkeit (schlecht ausgeprägte Rassemerkmale, Ausschussfehler im Sinne des Rassestandards).


 

Spezifizierung:

Wildfarbig  silberhalsig, silber-wildfarbig

goldhalsig, gold-wildfarbig

Weiß

Gesperbert

alle Farben Stehkamm, Rosenkamm


 

besondere 5-Zehigkeit

Merkmale


 

Vererbung:

  1. die 5. Zehe (zur 4. Zehe gut getrennt, deutlich länger und nach oben gerichtet) vererbt sich (eigentlich) dominant, im Phänotyp kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Merkmalsausprägungen (4. und 5. Zehe verwachsen, nicht deutlich getrennt, Verknöcherung im Zehenansatz, Doppelkralle bei der 4. bzw./und 5. Zehe, 5. Zehe deutlich verkürzt, nach unten oder horizontal gerichtet)


 

  1. die entsprechende (Wild)farbigkeit wird geschlechtsgebunden vom x-Chromosom (Hahn xx-Chromosom) vererbt; das Chromosomenpaar bei der Henne lautet xy.


 

Dieser Effekt wird bei folgenden Beispielen deutlich:


 

Beispiel 1

Hahn 1,0 silberhalsig (xx) x Henne 0,1 goldhalsig (xy)

=

Söhne 1,0 (xx) sind alle spalterbig, die Farbe hat Ähnlichkeit mit orangehalsig

Töchter 0,1 (xy) sind alle silberhalsig (x kommt vom Hahn, y kommt von der Henne)

(Anmerkung: die silberhalsige Farbe kann leichte Brauneinlagerungen haben/ ist aber bei den Dorking zu vernachlässigen)


 

Beispiel 2

Hahn 1,0 gold-wildfarbig (xx) x Henne 0,1 silber-wildfarbig (xy)

=

Söhne 1,0 (xx) sind alle spalterbig…………..

Töchter 0,1 (xy) sind alle gold-wildfarbig…………..

(Anmerkung: die gold-wildfarbige Farbe kann aufhellen/ die schwarze Säumung/Halbmondzeichnung tritt nur reduziert auf/ ist aber bei den Dorking zu vernachlässigen)


 

Beispiel 3

Hahn 1,0 spalterbig aus Beispiel 2 (xx) x Henne 0,1 gold-wildfarbig (xy)

=

Söhne 1,0 (xx) 50% (theoretische Wahrscheinlichkeit) sind gold-wildfarbig

Söhne 1,0 (xx) 50% (theoretische Wahrscheinlichkeit) sind spalterbig


 

Töchter 0,1 (xy) 50% (theoretische Wahrscheinlichkeit) sind gold-wildfarbig

Töchter 0,1 (xy) 50% (theoretische Wahrscheinlichkeit) sind silber-wildfarbig


 

  1. die gesperberte Farbe (Sperberfaktor) wird geschlechtsgebunden vom x-Chromosom (Hahn xy) vererbt


 

Beispiel 4

Hahn 1,0 gesperbert (xx) x Henne 0,1 weiß (xy)

=

Söhne 1,0 (xx) sind alle spalterbig (weiß/gesperbert – streut breit)

Töchter 0,1 (xy) sind alle gesperbert

(Anmerkung: die gesperberte Farbe/Zeichnung hellt mehr oder weniger auf, in Einzelfällen weiße Steuer-/Schwingenfedern, dies wird wahrscheinlicher, je heller der Althahn ist – man muss wissen, dass die Sperberfarbe eine Bandbreite von dunkel bis hell hat)


 

  1. Fremdrassen – welche Möglichkeiten können im Rahmen der Vererbung denkbar sein


 

Mechelner Huhn: die Rasse gibt es in den Farben gesperbert und weiß; Hahn 4-5 kg, Henne 3-4 kg, sehr kräftig, helles Fleisch, helle Läufe, 4-zehig, rote Ohrscheiben, bestrümpfte Läufe, gehört in die Gruppe „Asiatischer Typ“


 

Gerade bei den weißen und gesperberten Dorking – sehr dünne Zuchtbasis – kann die Einkreuzung von Mechelner zu einem positiven Effekt führen. Wichtig ist, dass die typischen Tieren aus der F1-Generation wieder mit reinrassigen Dorking verpaart werden, Fremdmerkmale z.B. leicht befiederte Läufe werden „zurückgedrängt“, die 5-Zehigkeit wird gefestigt. Auch erhöhen die schweren vollrumpfigen Mechelner die Masse und das Körpervolumen der Dorking.


 

Wichtiger Hinweis: die F1-Generation führt oft nicht zum erwartenden Erfolg, um so wichtiges ist es, mit den besten Tieren aus der F1 weiter zu züchten, da sie Merkmalsträger der gewünschten Verbesserungspotentiale sind. Leider geben viele Züchter bereits bei der F1 auf, sicherlich auch aus Gründen der Unwissenheit über die Genetik und Vererbungsregeln.


 


 

Sussex Huhn: hier besteht sogar eine direkte Verwandtschaft zu den Dorking; der rotbraune Farbenschlag würde gut zu den goldhalsigen und gold-wildfarbigen passen, leider überzeugen die gezeigten rotbraunen Sussex nicht, Körper und Typ sind zu schwach. Hier ergeben sich aktuell keine Verbesserungen für die Dorking.

Die anderen columbia-gezeichneten Farbenschläge passen auf den ersten Blick nicht in die Farbskala der Dorking – leider liegen keine Erfahrungswerte über entsprechende Einkreuzungen vor z.B. Weiß-Schwarz-Columbia x silberhalsig.

Dennoch ermutige ich die Züchter auch diesen Weg zu gehen, hier werden sich vermutlich erste Erfolge erst später z.B. F3-Generation einstellen.


 


 

Die Ausführungen sind kein Patentrezept – vielmehr eine Anregung die Zucht der Dorking positiv zu unterstützen, für ausreichende Vitalität bei den Tieren Sorge zu tragen um langfristig den Erhalt der Rasse zu gewährleisten.


 

November 2015

Joachim Mojzis


 


 


 


 

 


 


 "Dorkings sind Kulturgut"

In der "Geflügel-Börse" 7/2015 wurde ein Artikel über Dorking veröffentlicht.

 

 

Hier geht's zum Artikel:  Download

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der "Geflügel-Börse":



 

 


 

 Standards

 

 

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Englischer Dorkingstandard  (Übersetzung des englischen Standards, Groß- und Zwergrasse)

 

QUELLENINFORMATION
HERKUNFT/VERFASSER: England / ---
TITEL: Dorking Geflügelstandard
ÜBERSETZUNG: Volker Baumgärtner, Neuthard, Mai 2000
DATEI: estandard.htm
STAND: 24.05.00

 

Dorking - Englischer Geflügelstandard der Groß- und Zwergrasse

Ursprung: Großbritanien
Klassifizierung: Schwer, weiche Federn
Eier: Zartweiss

Aufgrund der rein britischen Abstammung zählen die Dorkings zu den ältesten domestizierten Hühnern der Geschichte. Ein römischer Schreiber, der 47 n.Ch. starb, beschrieb Hühner von der Art der Dorking, mit fünf Zehen, und es gibt keinen Zweifel, solche Hühner fanden die Römer unter der Herrschaft von Julius Ceasar in England vor. Die Zucht der Darking oder Dorking basiert auf geschickter Kreuzung und sorgfältiger Selektion.

 

I ) Großrasse

 

Allgemeine Charakteristik: Hahn

 

Körper: Ruhig und stattlich, die Brust deutlich nach vorne getragen.

 

Typ: Massiver Körper, lang und tief, von der Seite gesehen fast wie ein Rechteck geformt, mit einem straffen Gefieder. Der Rücken lang und mäßig breit, der Sattel mit reichem Behang und lang bis hin zum Schwanz. Die Brust tief und schön gerundet mit einem langen und geraden Brustbein. Die Flügel lang und angezogen. Der Schwanz voll und hoch getragen mit reichem Seitenbehang sowie breiten und schön geformten Sicheln.

 

Kopf: Groß und breit. Kräftiger Schnabel, wohl proportioniert und nur leicht gebogen. Augen voll und rund. Kamm Einfach- oder Rosenkamm. Beide Kämme sind erlaubt beim dunklen Farbschlag, Einfachkamm nur beim roten und silbergrauen Farbschlag, Rosenkamm nur beim weissen und gesperberten Farbschlag. Der Einfachkamm ist aufrecht, mäßig groß mit breitem Ansatz, gleichmäßig gezackt, die Kammoberfläche eben, frei von Beulen und Verjüngungen, sowie frei von seitlichen Auswüchsen. Der Rosenkamm ist mäßig groß und steht vorne quer, nahe hinter dem separaten und leicht aufwärts gerichteten Führungskamm folgt der Hauptkamm, bedeckt mit kleinen korallenartigen Perlen gleicher Höhe, frei von Senken auf der Kammoberfläche. Gesicht glatt. Ohrlappen mäßig entwickelt , ca. 1/3 so lang wie die großen und langen Kehllappen.

 

Nacken: Ziemlich kurz, bedeckt mit reichlich Schmuckfedern, die schön über den Rücken fallen ,was den Rumpf sehr breit und den Kopf deutlich verjüngt erscheinen läßt.

 

Beine und Füße: Beine kurz und kräftig. Oberschenkel groß und gut entwickelt, jedoch bedeckt durch das Gefieder. Unterschenkel kurz, mäßig kräftig und rund (eckige oder sehnige Knochen sind absolut abzulehnen), frei von Federn, der Sporn auf der Innenseite und nach innen gerichtet. Zehen, fünf, rund und fest (weiche Zehen sollten nicht auftreten) die vorderen Zehen (drei) lang und wohl gespreizt, die hinteren Zehen doppelt und die fünfte Zehe wohl geformt. Der rückwärtige Zeh so weit wie möglich in der natürlichen Position mit dem fünften Zeh direkt darüber. Beginnend nahe an der normalen Zehe, jedoch deutlich davon getrennt und nach oben gerichtet.

 

Allgemeine Charakteristik: Henne

 

Die Grundcharakteristik der Henne entspricht der des Hahnes, entsprechend den geschlechtsbedingten Unterschieden ist der Schwanz nicht ganz so groß und wird nicht so ausladend getragen wie beim Hahn. Bei Hennen mit Einfachkamm fällt der Kamm über eine Seite ins Gesicht.

 

Farben und Zeichnung

 

Gesperbert

 

Gefieder beider Geschlechter: Dunkelgraue oder blaue Bänder auf lichtblauem bis grauem Grund, einheitlich gezeichnet, der Übergang der Farbschattierungen so, daß kein Trennung der einzelnen Farben erkennbar ist.

 

Dunkel

 

Gefieder Hahn: Schmuckfedern (Nacken und Sattel) weiss oder strohgelb, mit mehr oder weniger schwarzen Streifen. Der Rücken ist unterschiedlich schattiert. Weiss, schwarzweiss oder grau gemischt mit kastanienbraun oder rot (Schattierungen in bronze werden nicht akzeptiert). Schulter weiss, schwarzweiss oder grau, Flügeldecke schwarz und glänzend grün. Handschwingen außen weiss und innen schwarz. Brust und Körperunterteil schwarz gestrahlt, weisse Marmorierungen sind nicht zulässig. Schwanz reich schwarz glänzend, minimale weisse Färbung der Hauptsicheln sind akzeptabel, weisser Schwanzbehang ist jedoch klar abzulehnen.

 

 

 

 

 


Bücher  

 

 

"THE SUSSEX & DORKING FOWLS" von JOSEPH BATTY (ca. 100 Seiten) erschienen beim englischen Verlag
Beech Publishing House
Station Yard
Elsted, Midhurst
West Sussex GU 29 OJT

ISBN 1-85736-166-0
Der Autor Joseph Batty hat selbst über 60 Jahre Dorking gezüchtet. In seinem Buch fast er die Geschichte der Dorking zusammen, er schildert die Situation in England ab dem frühen 20. Jahrhundert und er weiss dar&uuber hinaus viele interesannte Details zum Thema Dorkingzucht zu berichten.

BATTY schwärmt von dieser Rasse und ist davon überzeugt, dass es diese ebensolange wie "ENGLAND" geben wird.
Zitat: They have a long deep breast, and are of fine flavour, their meat being of very fine texture. The Dorking fowl will never die out as long as England stands."

 

Amazon Großbritannien

Amazon Deutschland

"Dorking, Poultry, Fowls & Chickens" von Jan Irving (Australien), erschienen im August 2005
Published by
Erinrac Enterprises
Upper Beaconsfield
Victoria 3808
Australia>br>
ISBN 0-9586655-8-3
Irving ist mit seinem neu erschienenen Dorking Buch eine beeindruckende Gegenwartsdokumentation gelungen. Er bechreibt, zitiert, reflecktiert die Situation der Dorkingzucht rund um den Globus. Sein Buch ist weniger eine wissenschaftliche Abhandlung, viel mehr ist es Ihm wie zuvor kaum einem anderen gelungen die Fakten zusammenzutragen und den Zuchtstand wiederzugeben. Beiträge vieler internationaler Züchter runden das Werk wunderbar ab.

Dorking Book Erinrac Enterprises


 

Große Vergangenheit, aber was bringt die Zukunft

(Geflügelzeitung 1/2011) (pdf)

 

                                          


 

Rote Vogelmilben - Die Reinigung des Hühnerstalls

Sicher wird jeder Hühnerhalter einmal mit Milben im Hühnerstall in Berührung kommen. Wenn im Frühjahr die Temperaturen ansteigen und der Frühsommer beginnt, dann beginnt auch die Zeit in der Milben den Hühnern das Leben schwer machen. Sicher wird man keinen Hühnerstall finden, der frei von Milben ist, doch wenn man einige Dinge beachtet, dann kann man den Milben das Leben schwer machen und eine Milbenplage verhindern.

Die Rote Vogelmilbe
Die wohl gefährlichste Milbenart ist die Rote Vogelmilbe. Das diese Art so gefährlich ist hängt von zwei Dingen am. Zum einen halten sich die Roten Vogelmilben tagsüber in ihren Verstecken auf und treten nur nach Einbruch der Dunkelheit zum Vorschein. Dann kommen sie aus ihren Verstecken und steigen an den Beinen der Hühner empor und saugen den Hühnern Blut ab, von dem sie sich ernähren. Diese Nachtaktivität sorgt dafür, dass die Rote Vogelmilbe von dem Halter nicht bemerkt wird. So kann sich eine große Anzahl Milben bilden vor erste Anzeichen erkennbar sind.
Der zweite Grund, was die Rote Vogelmilbe so gefährlich macht ist das sie den Hühnern in der Nacht Blut aussaugen. Bei einer größeren Anzahl dieser Milben kann dies zur Blutarmut und zum Tod der Hühner führen.

Die Milbenplage bekämpfen
Ob bereits eine Milbenplage vorhanden ist oder man eine solche vermeiden möchte, das Vorgehen ist identisch. Das A und O ist die regelmäßige Reinigung des Hühnerstalls. Im Folgenden haben wir eine kleine Anleitung mit einzelnen Schritten zusammengestellt, welche Arbeiten bei der Reinigung des Hühnerstalls notwendig sind und wie einer erneuten Milbenplage vorgebeugt werden kann.
1) Im ersten Schritt wird die Einstreu vollständig aus dem Hühnerstall entfernt. Auch wenn Teile der Einstreu noch sauber aussehen sollte man diese vollständig entfernen. Auch in Legenestern und unter Futterbehältern.
2) Dann werden die Sitzstangen ausgebaut und diese mit Wasser und Seife gereinigt. Die Rote Vogelmilbe hält sich sehr gerne in Ritzen oder Rissen der Sitzstangen auf, daher sollte man speziell diese Stellen sehr sorgsam reinigen. Auch die Halterungen, in denen die Sitzstangen eingehängt werden, müssen geprüft und gereinigt werden.
3) Danach werden mit einem Präparat gegen Milben, welches beim Tierarzt oder in Zoohandlungen erhältlich ist, die Sitzstangen, die Legenester und sonstige kritische Stellen eingesprüht werden. Alternativ kann man auch Montagereiniger aus dem Mechanikerbedarf verwenden. Dieser ist recht kostengünstig und tötet die Milben ab.
4) Nachdem die Milben im Hühnerstall abgetötet wurden, sollten noch vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Im ersten Schritt kann man die Sitzstangen dick mit Salatöl, Diesel oder Motoröl einstreichen. Dies sorgt dafür dass die Roten Vogelmilben sich nicht mehr fortbewegen können und den Weg auf die Hühner nicht zurücklegen können.
5) Die anderen Stellen im Hühnerstall sollte man mit Kieselgur bestäuben, welches dafür sorgt dass die Milben verletzt werden uns sterben. Das Kieselgur ist ein feines Pulver das sich in den Gelenken der Milben festsetzt und die Panzer der Milben zerstört. Beim Zerstäuben des Kieselgurs sollte man eine Atemschutzmaske tragen da dieses leicht eingeatmet wird.

Die Vorgestellten Maßnahmen sorgen sicher nicht dafür das man einen vollständig milbenfreien Hühnerstall bekommt, doch wenn man dies in der kritischen Zeit im Hochsommer alle paar Wochen durchführt kann man die Milben soweit dezimieren das sie nicht zur Gefahr werden.

Weitere Informationen zur roten Vogelmilbe findet man unter

http://www.huehner-hof.com/krankheiten-ungeziefer/rote-vogelmilbe/


Nicht jedes Hühnerei ist ein Brutei

Unerfahrene Hühnerhalter verwenden häufig alle vorhandenen Eiern für die Brut. Allerdings muss ein Brutei ganz bestimmte Eigenschaften haben. Der folgende Artikel soll bei der Auswahl unterstützen und die nötigen Kriterien prüfen. In den einzelnen Schritten werden nach und nach ungeeignete Eier aussortiert sodass zuletzt nur noch optimale Bruteier übrig bleiben.


Schritt 1) In diesem Schritt werden alle verschmutzten Eier aussortiert. Eier mit Kotresten oder anderen Verschmutzungen tragen meist Bakterien an sich, die sich während der Brut ausbreiten und im schlimmsten Fall die gesamte Brut zerstören können. Das Waschen der Eier ist leider auch keine brauchbare Lösung das das Wasser nicht nur den Schmutz sondern auch die natürliche Schutzschicht der Eischale beschädigt, sodass Bakterien leicht in das Eiinnere gelangen können. Daher bleibt nur die Lösung verunreinigte Eier aus zu selektieren.

 

Schritt 2) Im nächsten werden die Eier auf Beschädigungen untersucht. Auch Eier mit kleinsten Dellen oder feinen Haarrissen sind für die Brut ungeeignet und müssen aussortiert werden.

 

Schritt 3) Im dritten Schritt soll die Form der Eier beurteilt werden. Eier die zu spitz oder zu rund sind und somit nicht der normalen Eiform entsprechen müssen entfernt werden. Aus solchen Eiern schlüpfen meist keine Küken, auch wenn sie trotzdem in den Eiern heranwachsen.

 

Schritt 4) Danach sollte man Eier mit einer sehr porösen Schale entfernen und Eier deren Schale dicke Kalkstellen hat. Die Eischale muss glatt, feinporig und eben sein.

 

Schritt 5) Bei den nun übrigen Eiern muss man mit einer Waage überprüfen ob die Eier das Bruteimindestgewicht überschreiten. Dieses Gewicht kann man zu jeder Hühnerrasse erfragen. Das Gewicht der Bruteier sollte minimal über dem angegebenen Bruteimindestgewicht liegen.

Lagerung der Bruteier
Auch bei der Lagerung der Bruteier muss man einiges beachten. Gut geeignet ist ein Raum mit einer Temperatur von 12 bis 15 Grad und mittlerer Luftfeuchte. Die Lagerung vor der Brut sollte möglichst eine Dauer von 8 bis 10 Tagen nicht überschreiten. Während dieser Zeit müssen die Bruteier mehrmals täglich von der einen auf die andere Seite gedreht werden. Dies kann man einfach machen wenn man die Eier in einen Eikarton packt und man den gesamten Eikarton wendet.


 

Quelle: http://www.huehner-haltung.de/bruteier/optimale-bruteier.html


 

 


 

QUELLENINFORMATION
HERKUNFT/VERFASSER: The Dorking Breed Club, Victoria Roberts, U.K.
TITEL: Allgemeine Geflügelkrankheiten
ÜBERSETZUNG: Volker Baumgärtner, Neuthard, Dezember 1999
DATEI: gefkrank.htm
STAND: 20.01.00

Allgemeine Geflügelkrankheiten

Die ist ein Versuch alle herkömmlichen Geflügelkrankheiten aufzulisten. Es ist absolut notwendig bei Problemen mit Geflügel einen Tierarzt aufzusuchen. Die Liste soll keinesfalls den Weg dorthin ersparen. Viele Medikamente sind nur über den Tierarzt zu beziehen, und dürfen auch nur unter Verordnung eingesetzt werden bzw. sind für Geflügel die dem Verzehr dienen nicht zulässig. Der Rat eines Veterinärs ist daher unabdingbar. Es ist auch an die eigene Hygiene zu denken, deshalb stets Hände waschen, nachdem man in Kontakt mit kranken Tieren war. Bei der Verabreichung von Medikamenten stets Hinweise des Beipackzettels beachten. Weder Tiere noch Eier verzehren die unter medikamentöser Behandlung stehen. Falls Medikamente über das Wasser verabreicht werden, sicherstellen daß kein weiters Wasser dem Tier zur Verfügung steht. Viele Krankheiten sind nahe miteinander verwandt, so übertragen z.B. Ratten und Mäuse die selben Krankheiten wie wilde Vögel. Es ist deshalb besonders auf die Haltebedingungen der Tiere zu achten um Krankheiten zu vermeiden. 

SymptomeNameUrsacheBehandlungBetroffene Vögel
Lustlos, Kopf im Nacken versunken, weißer Durchfall evtl. mit Tropfen von Blut.CoccidiosisCoccidia ParasitenSulphamex oder Proleth (Nicht zulässig für Geflügel) 5 Tage ins Wasser geben.Alle Vögel ab dem Alter von 3 Wochen.
Lustlos, Kopf im Nacken versunken, gelber Durchfall.Schwarzkopf KrankheitParasiten die vom Heterakis Wurm übertragen werden.Emtryl 5 Tage ins Wasser geben.Puten, Fasane, afrikanische Geflügelrassen, selten bei Hennen, bei wurmbefallenen Hennen Erreger bekämpfen.
Weißer Durchfall, Durst, plötzlicher Tot.Bakterielle weiße Durchfall-erkrankung (BWD)Salmonellen namens Pullorum BakterienBluttest um den Salmonellenträger zu finden.Kücken 0-3 Wochen, erwachsene Trägertiere.
Lustlos, grünlicher Durchfall, aufgesperrter Schnabel bei Fasanen, weite Beine bei Wassergeflügel.WürmerBis zu 6 unterschiedliche Wurmarten in unterschiedlichen OrganenFlubenvet 7 Tage unters Futter mischen. 1 Teelöffel bis 4lb (4lb»2000g ??)Ivomec Tropfen direkt verabreichen. (Nicht zulässig für Geflügel)Hühner, Enten, Gänse, Puten, Fasane, afrikanische Geflügelrassen, Pfaue, Wachteln
Sichtbare Parasiten, runde Kloake, lustlos, kleine Blutspuren auf der Eierschale, weißlicher Staub rund um den Sitzplatz.Flöhe und Milben4 Floharten
2 Milbenarten
Tier vollständig mit Flohpuder, Pyrethum einstäuben. Ställe, Sitzplätze ,Spalten gegen rote Milben mit Duramitex ein-sprühen. Floheier aus dem Gefieder entfernen oder direkt Ivomec Tropfen verabreichen.Alle Geflügelrassen
Lustlos, angestrengt.EibildungEin Art VerkrampfungVogel warm halten bis Ei gelegt ist, danach Kloake mit warmem Olivenöl einreiben.Alle Hennen
Laufende Nase, niesen, Schaum in den Augenwinkeln. Geschwollener Sinus unterhalb der Augen, rasselnder Atem, süßer, kranker Geruch.Mycoplasma, Darre, Luftröhren-erkrankungBakterienInjektion von Tylan 200, 0.5ml pro erwachsenem Vogel in den Brustmuskel, 1ml für Puten. Nach 48h wiederholen. Bei leichteren Erkrankungen Tylan Lösung ins Wasser.Hühner, Puten, Pfaue, Fasane, Enten
Abstehende, verkrustete Schuppen an den Beinen.SchuppenbeineMilben unter den SchuppenBeine in chirurgischen Alkohol tauchen. Ein mal pro Woche, 3 Wochen lang. Krusten nicht entfernen. Braucht ein Jahr um zu verheilen.Alle Vögel
BlutWundenFederpicken aufgrund von Streß oder zu dichter Haltung. Risse und Schnitte von Unfällen und Kämpfen.Rote Farbe/Blutspuren entfernen, übersprühen mit farbigem entzündungs-hemmendem Spray. Behandlung mit Teer. Vogel während der Heilung isoliert halten.Jungtiere darüber hinaus alle Vögel.
Brauner Durchfall, langsames Wachstum, krankhafter Geruch, ärmliches Gefieder.Enteritis, Dünndarm-entzündungBakterien namens Escherichia coli (E.coli), Streß, schmutzige Umgebung.Terramycin ins Wasser, Framomycin oder Baytril falls die Bakterien immun sind.Jungtiere aller Geflügelrassen ab dem 5.Tag
Schlechter Geruch, verschorfte Kloake.KloakenentzündungHerpes VirusSäubern und Antibiotika auf die Haut auftragen. Es wird geraten betroffene Tiere zu selektieren / zu beseitigen.Vögel ab einem Jahr
Violetter anstatt rotem Kamm.HerzkrankheitAlter, Krankheit oder Anzeichen einer Mißbildung.Keine BehandlungHühner
Runde Schwellung auf der Unterseite der Füße.KnotenfußStaphylokokken Bakterien, eingetreten aufgrund von Verletzungen.Schwierig zu behandeln aufgrund des Krankheitsortes (Unterseite Fuß), Schwefeltabletten und antibiotische Verbände können helfen.Alte, schwere Tiere, Sitzstangen zu hoch. Alle Vögel
Obere Schnabelhälfte zu groß, lange Zehen.Überwuchs, zu starkes WachstumLeichte Mißbildung wenn Schnabel nicht symmetrisch übereinander steht, Untergrund zu weich um Zehen abzunutzen.Zehen vorsichtig und nicht zu kurz nachschneiden, bei Blutungen mit blutstillendem Stift behandeln.Alle Vögel
Nackter Rücken bei Hennen, blutige Stellen auf dem Rücken.Nackter RückenScharfe Krallen oder Spuren von HähnenZehen der Hähne evtl. mit Bügelsäge vorsichtig kürzen, feilen und abrunden.Alle männlichen Vögel
Apetitlosigkeit trotz Fütterung, leicht erregtes Verhalten.VogeltuberkuloseBakterienKeine Behandlung, übertragen von Wildtieren, natürliche Immunität möglich.Vögel ab 1 Jahr
Ungewöhnliches VerhaltenStreßStörung der RangordnungVitamine ins Wasser geben oder probiotisches Pulver ins Wasser bzw. ins Futter geben.Alle Vögel, Streß kann das Immunsystem schwächen.
LahmVerletzung oder innere Erkrankung.Möglicherweise TumorRuhig und isoliert halten. Bei Verletzungen bestehen Heilungschancen, keine Behandlung bei Tumor.Alle Vögel
Lähmung, manchmal einseitig, z.B. Fuß und FlügelMAREK's KrankheitHerpes VirusImpfung möglich doch nicht immer wirksam. Betroffene Tiere selektieren / beseitigen.Hennen ab der Legereife, junge Hähne.
Ärmliches, kümmerliches Äußeres, nachlassende Eierqualität.Bronchitis InfektionVirusImpfung ist wirksam.Hühner, Fasane, afrikanische Geflügelrassen. Erwachsene Tiere sind Virusträger. Kückensterblichkeit 40%.
Ärmliches Erscheinen, aufgesperrter Schnabel.AspergilosePilzStall bezüglich befallenem Stroh und Kot säubern.0-4 Wochen alte Kücken, Puten, Wassergeflügel, Fasane.
Hängender KropfHängekropfAltes starres Gras, schlechte Körperhaltung48 h getrennt halten, nur Wasser geben. Tritt keine Besserung ein, Kropfinhalt heraus- massieren, Tier evtl. mit dem Kopf nach unten halten. Chirurgische Eingriff evtl. notwendig.Alte Hennen und Vögel in Verbindung mit langem Stroh oder Heu.
Plötzlicher Kückentot, flüssiger Kot.Gumboro, Infektiöse Bursal Krankheit (IBD)VirusImpfung wirksam. Antibiotische Umschläge hilfreich.Kücken 1-16 Wochen
Käsige Substanz im Ohrkanal.OhreninfektionBakterienAntibiotische SalbeAlle Vögel
Käsige Substanz in Mund und Rachen.OralkrebsProtozoonenEmtryl ins Wasser, lange Behandlungsdauer.Alle Vögel


Einige Arten sind empfindlich was spezielle Medikamente angeht, so z.B.: afrikanische Geflügelrassen, hier ist große Vorsicht bei der Dosierung empfohlen. Einige Geflügelkrankheiten sind ansteckend und könne auch auf den Menschen übertragen werden, deshalb unbedingt auf Hygiene beim Umgang mit solchen Tieren achten. Es gibt zwar schwere Krankheiten wie Krebs die kaum Heilungschancen versprechen, doch die meisten Geflügelkrankheiten treten nicht auf bzw. können geheilt werden durch entsprechende Haltung in streßfreier, sauberer Umgebung, ohne Ratten und Mäuse, dem Einsatz von qualitativ hochwertigem Futter, mit viel Auslauf und frischer Luft. 


 

QUELLENINFORMATION
HERKUNFT/VERFASSER:Poultry Breeding and Production, Edward Brown.
TITEL: Dorking
ÜBERSETZUNG: Volker Baumgärtner, Neuthard, Dezember 1999
DATEI: EdwBrown.HTM
STAND: 15.01.00

 

Geflügelzucht und Haltung von Edward Brown
Die Dorking

 

 

Spricht man vom Ursprung der Rasse, so geht man generell davon aus, dass die DORKING‘s von Hühnern abstammen, die während der römischen Vorherrschaft im Süden von Großbritannien eingeführt wurden. Das selbe gilt auch für einige Geflügelrassen in Frankreich. In diesem Zuge muß daran erinnert werden, dass Gallien (Frankreich) und Britannien mehrere Jahrhunderte lang römisch regiert wurden und während dieser Zeit gute Verbindungen nach Italien bestanden. Nach Tatsachenberichten zufolge läßt sich der Ursprung dieser Rasse bis ins 17 Jahrhundert zurück verfolgen.

Eine Arbeit von Herrn G. FERGUSON , in der eine Vielzahl von Beweisen zitiert wird, sagt aus, dass seit 1683 Hühner namens DORKING in der Stadt DORKING bzw. deren Umgebung brüteten und gehalten wurden, dass die Rasse dort seit einer beträchtlichen Zeit vorhanden war und noch immer ist. Von DORKING aus sei der Markt auch stets mit den besten Züchtungen versorgt worden, versorgt mit Geflügel perfekt in Fleisch und Erscheinung. Auf welcher Grundlage die Arbeit entstand bzw. wie glaubwürdig der Schreiber war, dazu kann nichts gesagt werden. Wie auch immer der Sachverhalt gewesen war, er führt weit zurück bis zur Zeit der römischen Präsenz in Britannien.

Es ist die Rede von einem römischen Schreiber namens COLUMELLA, der im 1. Jahrhundert nach Christi lebte und der über die Hühnerzucht in Italien schrieb. Er schreibt über italienische Hühner, die unter Berücksichtigung aller Umstände, der heutigen DORKING Rasse sehr, sehr nahe kommen. Er schrieb, reinrassige Hennen zeichnen sich dadurch aus, dass sie 5 Zehen besitzen, ohne einen Kreutzsporn am Bein. Ferner schrieb er, sie hatten ein rötliches oder dunkles Gefieder und schwarzweisse Flügel. Zur Zucht sollten Hennen mit vorzüglicher Färbung, robustem Körper, kastenförmiger Statur, voller Brust, großem Kopf mit stehendem und leuchtend rotem Kamm bevorzugt werden. Solche Hennen glaubte man, seien am besten zur Zucht geeignet um Nachwuchs mit fünf Zehen zu erhalten. Der fünfte Zeh wurde zum Steckbrief der DORKING‘s.

Ein weiterer Beweis der auf dem fünften Zeh beruht, entstammt einer naturgeschichtlichen Veröffentlichung von PLINY. Hier schreibt der Autor, hervorragende Zuchtergebnisse erzielen Hennen mit stehendem Kamm, manchmal doppelten, schwarzen Flügeln, rötlichem Gesicht und einer ungeraden Anzahl von Zehen. Die Beweise sind so eindeutig, dass wir gezwungen sind einen Großteil davon zu glauben.

FERGUSON berichtet in seiner Arbeit von Freunden die bestätigten in Süditalien Hühner ähnlich den DORKING‘s gesehen zu haben, in drei farblichen Varianten abgesehen von einer etwas kleineren Statur. Während Besuchen in Italien wurden Hühner mit beträchtlicher Ähnlichkeit zu den DORKING‘s gefunden. Es muß davon ausgegangen werden, dass diese italienischen Hühner in enger Verbindung mit den britischen Beständen standen. Zumindest kann man den Berichten eindeutig entnehmen dass die Zucht der DORKING‘s zu Lebzeiten des Schreibers in Italien bekannt war. Man muß ebenfalls davon ausgehen, dass die Römer eigene Haustiere mit nach Britannien brachten. Sei es wie es war, Hühner ähnlich den DORKING‘s und den SUSSEX sind seit Jahrhunderten bekannt. Es gibt leider keine eindeutigen Fakten aus den letzten 100-200 Jahren.

In einer Arbeit des großen Franzosen, DE REAUMUR , ist die Rede von einem Huhn mit fünf Zehen, drei nach vorne und zwei nach hinten gerichtet, die rückwärtigen Zehen sind unterschiedlich lang und es scheint nicht so als hinterließen diese Hühner einen alltäglichen Fußabdruck auf der Straße. Ferner würden es diese Hühner verdienen aufgrund ihrer Größe und Pracht verstärkt gezüchtet zu werden.

Die erste detailierte Beschreibung der DORKING‘s (oder auch DARKING genannt) geht auf die Veröffentlichung von MOUBRAY‘s "Praktische Behandlungsmethoden" aus dem Jahre 1815 zurück. Er schreibt: Die DARKING Hühner, wurden nach einer Stadt in SURREY benannt, wo diese vermutlich zuerst gehalten und gezüchtet wurden. In DARKING und dessen Umgebung ist diese Rasse in besonderer Fülle und Schönheit vertreten. Das größte einiger Hühner aus dritter Generation sei ein Tier schöner Gestalt, mit einem langen und voluminösem Körper, kurzen Beinen und mit brillanter Legeleistung. In der Farbe weiss gezeichnet und fünf Zehen an jedem Bein. Das Weiss ist vermutlich nicht so rein als das der DUNGHILL Hühner , das Gesicht besitzt eher gelbe bis dunkle Züge. Die DARKING‘s sind eine Rasse mit den Vorzügen eines Kapauns, einem kastrierten und gemästeten Hahn.

In einem großen landwirtschaftlichen Gutachten der Region SUSSEX wurde versucht zu Ehren der Originalität der Rasse deren Ausbreitung zu verhindern, um den Ursprung zu bewahren und die Vielfalt einzudämmen. Die Untersuchung, kam zum Ergebnis, dass eine solche Vielfalt ebenso notwendig ist wie die Perfektion der Rasse und dass es ausreichen würde zu wissen wo die Perfektion zu finden ist. Der Leiter der Untersuchung gab fälschlicher Weise an, dass alle Hühner dieser Rasse ausschließlich dem Hügelland von SUSSEX entstammen, nur dort gedeihen und das sich der Hauptumschlagplatz hierfür in HORSHAM befindet. Ferner sagte das Gutachten aus, das die fünf Zehen kein wahres und eindeutiges Merkmal darstellen, diese Eigenart sei eher zufällig, sei im Grunde abzulehnen und als Ergebnis diverser Kreuzungen anzusehen. Zweifellos, es ist möglich, dass die Rasse einmal unbeabsichtigt entstand, doch inzwischen kennen wir aufgrund dessen eine wunderbar geformte, vielfältige und schöne Rasse namens DARKING, eine Rasse benannt nach der vielumwogenen Stadt in England. Lange Zeit wurde die Bezeichnung DARKING benützt, und blickt man weit zurück in die Vergangenheit jenseits aller noch lebender Zeitgenossen, so ist es nicht auszuschliessen, dass die berühmte und große Rasse der SUSSEX aus einer Kreuzung mit den DARKING‘s entstanden, sehen sie doch abgesehen von der Eigenart der fünf Zehen ebenso wie die sonst in SUSSEX verbreiteten Rassen den DARKING‘s sehr ähnlich. Es ist durchaus üblich, dass aus Kreuzungen weitere Rassen entstehen, die sich dann oft so stark entwickeln dass letztlich die Ursprungsrasse aufgrund der Minderheit nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Objektiv betrachtet bilden die fünf Zehen ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal, dieses Merkmal ist weder abartig noch lästig und beeinträchtigt das Bein in keiner Weise, ferner ist die Befürchtung dass durch die fünfte Zehe Eier zertreten werden könnten aus der Luft gegriffen.

Anhand der Aussage von MOUBRAY ist deutlich zu erkennen wie viele Tatsachen seit seiner Zeit ans Tageslicht kamen. Der Name DARKING alleine ist jedoch nicht ausreichend für die Behauptung, dass die Rasse in und um DARKING ihren Ursprung fand, die Aussage reicht lediglich so weit um zu sagen, dass die Rasse in der Region DARKING weit verbreitet war. Die Aussage, dass das perfekte, ursprüngliche DORKING Huhn aus den Hügeln von SUSSEX stammt muss als blose Behauptung betrachtet werden. Es gibt wie auch immer viele andere Beweise, die bestätigen, dass Hühner der Art der DORKING‘s nicht auf den Süden von England beschränkt waren. Es gibt gesicherte Beweise dafür, dass es in CUMBERLAND Hühner mit fünf Zehen gab, einem kastenförmigen Körper, die rege gezüchtet wurden und die man auch die JUDEN Rasse oder anderorts die SILBERFASANEN-Rasse nannte, während man sie in Schottland die ALTE SCHOTTISCHE ZUCHT nannte. Ein Autor der Gärtner Chronik schrieb im Jahre 1848: Die JUDEN Hühner sind eine alte Rasse aus CUMBERLAND und es war nahezu Tradition für die Bauern aus LANCASHIRE, sich mit Hühnern aus der Bergregion in CUMBERLAND zu versorgen. Wie auch immer dürfte es sehr schwierig sein den exakten Ursprung der Rasse zu bestimmen.

Ein römischer Autor schrieb vor exakt 2000 Jahren, als römische Lager nahezu ganz CUMBERLAND bedeckten, dass vermutlich ein römischer Hühnerliebhaber und Würdenträger das erste Paar DORKING Hühner an die THEMSE, zu CAMP AMBLESIDE, bzw. zur Burg KESWIK gebracht habe.

Während der letzten 3-4 Jahrzehnte nahm die DORKING Population angenehm zu sowohl bei Züchtern, die die Tiere zur Schau stellen, als auch bei Haltern, die die Rasse eher der Eier und des Fleisches wegen pflegen. Letztere Gruppe versuchte dabei das Wachstum der Rasse stets zu beschleunigen. Trotz der bekannten Vorzüge die der Rasse zugrunde liegen ist mittlerweile die Verbreitung der Rasse rückläufig. Man kann sagen dass hier die nachlassende kommerzielle Nachfrage auch die professionellen Züchter beeinsflusste. Glücklicherweise gibt es noch genügend Liebhaber, die der Zucht ohne kommerziellen Gedanken folgen und so kann man noch heute die Rasse in ihrer vollen Schönheit und Reinheit bei privaten Züchtern in ländlichen Regionen vorfinden.

 


 

QUELLENINFORMATION
HERKUNFT/VERFASSER: The Dorking Breed Club, Mitgliederbrief 08/99, Craig Russell, Dorking Club Nordamerika
TITEL: Dorkingzucht von Craig Russell
ÜBERSETZUNG: Volker Baumgärtner, Neuthard, Dezember 1999
DATEI: CRussell.HTM
STAND: 15.01.00

 

Dorkingzucht hinsichtlich Typ und farblicher Zeichnung von CRAIG RUSSEL

 

Rollende Paarung, Selektion und andere Zuchttips

 

Ich (Craig Russell) glaube dies ist das nützlichste und beste aller Brutsysteme für alle Geflügelarten. John Norris hat es über viele Jahre mit großem Erfolg angewandt und Bruce Lentz sowie Dale Rice haben erfolgreich Variationen davon benützt. Es ist ganz einfach, man züchtet von Hähnen auf Junghennen und von Junghähnen auf Hennen. Ja es erfordert zwei Reihen um eine Variante zu züchten, doch an sich ist die Gesamtmenge der Tiere pro Linie, die gehalten werden muss minimal und es hilft bei der Einstufung nach Vitalität und Gleichförmigkeit. Das System verzeiht auch mal Fehler in der Selektion. Sogar die Einführung einer neuen Blutlinie, die sich nicht recht mit den gewünschten Eigenschaften des Zuchtziels verträgt korrigiert sich nach einigen Zuchtzyklen von selbst.

 

Das ganze funktioniert wie folgt:

 

Erste BrutsaisonZweite BrutsaisonDritte Brutsaison
Original Trio
Hahn
Henne
Henne
Paarungsgruppe 1
Hahn
8Junghennen

Paarungsgruppe 2
Junghahn
2Hennen
Paarungsgruppe 1
Hahn
Hahn
10 Junghennen

Paarungsgruppe 2
2 Junghähne
2 Hennen
8 Hennen
Wir behalten für die nächste Saison die besten :

3 Junghähne
10 Junghennen
Wir behalten für die nächste Saison die besten :

3 Junghähne
10 Junghennen
Wir behalten für die nächste Saison die besten :

3 Junghähne
10 Junghennen

 

Wir wählen ein Trio roter Dorkings für oben dargestelltes Beispiel.

 

Im ersten Jahr züchten wir 30 Kücken. Angenommen es wären 15 Hähne und 15 Hennen. Von den Jungtieren behalten wir die 3 besten Hähne und die 8 besten Hennen. Die verbleibenden Tiere werden geschlachten oder verkauft.

 

In der folgenden, der zweiten Saison paaren wir den alten Trio Hahn mit den 8 Junghennen aus. Der Beste der drei Junghähne paart sich mit den beiden alten Trio Hennen. Die beiden anderen Junghähne werden als Ersatzhähne gehalten. Man sollte mindestens halb so viele Ersatzhähne als Zuchthähne behalten, mindestens aber zwei.

 

In der dritten Saison werden die beiden alten Hähne mit (die Junghähne vergangener Saison werden nun als alte Hähne bezeichnet) den 10 besten Junghennen gepaart. Die Hennen aus Saison 2, die 8 Junghenne und die zwei alten Hennen kommen zusammen und paaren sich mit den zwei besten Junghähnen. Von nun an läuft das System von selbst. Nach jeder Brutsaison werden die Altvögel begutachtet und die beiden besten Hähne und die 10 besten Hennen behalten. Von den Jungvögeln werden die besten 2 Junghähne und die 8 besten Junghennen behalten. Die Jungehennen werden mit den beiden Hähnen und die Junghähne werden mit den 10 Hennen gepaart. Nun sind wir bereit für die nächste Saison.

 

Linie 1: Zwei Hähne & Zehn Junghennen

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Linie 2: Zwei Junghähne & Zehn Hennen

Nebenbei können noch weitere Linien verfolgt werden. Das kann hilfreich sein, wenn neues Blut in die bestehende Züchtung einfliessen soll, oder wenn eine schlechte Eigenschaft ausgemerzt werden soll, der die bestehende Linie unterliegt. Solch eine Linie sollte nur langsam über die Paarung mit Junghennen oder Junghähnen der bestehenden Linie einfliessen.

Dieses System kann mit mehr oder wenigen Tieren als in unserem Beispiel dargestellt funktionieren. John Norris hat solch eine Linie über viele Jahre gezüchtet ohne Verluste bezüglich Vitalität oder Form zu erhalten. Er benützte nur 2 Hähne mit 5 Junghennen und 2 Junghähne mit fünf Hennen. Die Linie lebte von der einen Hand in die andere. Dale Rice ist überzeugt dass eine alte etablierte Linie mit nur wenigen Vögeln überleben kann. Er paarte manchmal nur einen Hahn mit drei oder vier Junghennen und einen einzelnen Junghahn mit drei bis vier Hennen. Bruce Lentz glaubte stets eher an die Vielzahl und zog es stets vor mit mindestens 4 Hähnen und 20 Hennen zu züchten. Die genetische Vielfalt ist mit einer höheren Anzahl von Tieren größer und die Linie kann dadurch längere zeit beibehalten werden.

Die Beschwerden die ich bezüglich diesem System erhielt sind: es ist einfach, jeder kann es tun und es hat weniger mit der Zucht zu tun, als mit der Fähigkeit geeignete Zuchttiere zu selektieren. Die Antwort darauf lautet, es ist wirklich einfach und wirklich jeder kann es tun und jede Art der Zucht hängt davon ab dass man geeignete Zuchttiere auswählt. Das System erhält eine lebensfähige Population während sich die Rasse weiterentwickelt.

Die Auswahl der Zuchttiere ist der Prozess, der bestimmt ob sich eine Linie verbessert oder ob eine Linie mehr und mehr negative Eigenschaften annimmt. In der Praxis kann man ebenso wie in der Theorie mit einer Herde CORNISH ROCK, LIGHT BRAHMA usw. beginnen und wird nach der achten Brutsaison rein gezeichnete rote Dorkings erhalten.

Das funktioniert so. Wir nehmen einen roten Dorking Hahn und eine Cornish Rock Henne. Wir paaren den Hahn mit den Rock Junghennen. Wir behalten die besten 8 gekreuzten Junghennen, selektieren nach dem fünften Zeh und roter Farbe. Wir paaren die Junghennen mit einem rein roten Hahn. In den folgenden Generationen werden die Hennen bezüglich den Merkmalen der Dorkings selektiert und stets mit einem rein roten Hahn gepaart. Nachfolgende Tabelle stellt den Verlauf der Züchtung dar:

Erster Schlupf  1 / 2  50%  Red Dorking  
Zweiter Schlupf  3 / 4  75%  Red Dorking  
Dritter Schlupf  7 / 8  87.5%  Red Dorking  
Vierter Schlupf  15 / 16  93.75%  Red Dorking  
Fünfter Schlupf  31 / 32  96.875%  Red Dorking  
Sechster Schlupf  63 / 64  98.437%  Red Dorking  
Siebter Schlupf  127 / 128  99.21875%  Red Dorking  
Achter Schlupf  255 / 256  99.615375%  Red Dorking  

Der Prozess kann nach belieben fortgesetzt werden, doch acht Zyklen sind für einen reinen Stamm absolut notwendig. Viele grosse Stämme ohne Registrierung erhielten den Reinheitsstatus bereits nach 6 Zyklen. Wenn eine Variante nach der anderen selektiert wird, oder bei der Einführung einer neuen Linie, dann sind weit weniger Zyklen notwendig um die Aussreisser vom eigentlichen Zucht fern zu halten. Das ist nicht neu sondern ein altes System das über lange Zeit hinweg bei vielen Haustierrassen angewendet wurde. So entstanden bereits vor Jahrhunderten aus Javas und Jersey Blues die Jersey Giants.

 

Die Züchtung einer neuen Variante oder Zeichnung unterscheidet sich von der reinen Selektion dadurch dass man üblicherweise Halbbluthühner oder Dreiviertelhühner züchtet. (Bruder / Schwester / Selektion). Um Tiere mit speziellen gewünschten Eigenschaften zu erhalten ist es notwendig eine Kombination aus rollender Paarung und Selektion anzuwenden um an den gewünschten Eigenschaften festhalten zu können und einen Bestand zu sichern. Durch die Kombination beider Systeme wird alles möglich.

 

Craig Russell

Dorking Club Nordamerika

 

 

Gefieder Henne: Nackenschmuckfedern weiss oder schwach strohgelb, schwarz oder schwarzgrau gestreift. Brust lachsrot, jede Feder dunkelgrau gesäumt mit schwarzem Rand. Schwanz nahezu schwarz, die äußeren Federn mit leichtem Schaftstrich. Das restliche Gefieder ist nahezu schwarz oder tief dunkelbraun, der Schaft ist cremeweiss, jede Feder ist an der Spitze leicht aufgehellt, ausgenommen der Flügelfedern, diese sind in der Mitte graubraun, darüber liegt eine kleine intensive Zeichnung, umgeben von einer dicken schwarzen Schleife ohne jegliche rote Einfärbung. Bei einer weiteren zulässigen Variante ist jede Feder in der Mitte graubraun mit umliegender schwarzen Schleife und mit der Brust beschrieben wie oben.

Rot

Gefieder Hahn: Schmuckfeder (Nacken und Hals) hellrot glänzend. Rücken und Schulter dunkelrot. Restliches Gefieder schwarz gestrahlt mit glänzendem Grün.

Gefieder Henne: Schmuckfedern leuchtend rot mit dicken schwarzen Streifen. Schwingen und Schwanz schwarz oder tief dunkelbraun. Restliches Gefieder rotbraun, je röter desto besser, jede Feder mehr oder weniger schwarz gesäumt oder schwarz gefleckt und mit einem hellgelben oder orangenem Schaft.

Silbergrau

Gefieder Hahn: Schmuckfedern (Nacken und Hals) weiss bis silbrig, ohne jegliche gelbe Tönung oder Zeichnung. Rücken, Schulterbedeckung und Flügelbogen weiss bis silbrig, ohne Streifen. Flügeldecke strahlend schwarz mit grünem oder blauem Glanz. Armschwingen schwarz mit weisser Kante an der Außenseite. Handschwingen Außenseite weiss und Innenseite schwarz, mit einem schwarzen Fleck an jedem Federende. Der geschlossene Flügelbogen erscheint weiss mit einem schwarzen abgewinkelten Balken. Das restliche Gefieder ist tief schwarz, frei von weissen Marmorierungen oder Graufärbungen. Ebenso ist eine leichte Graufärbung der Oberschenkel bei älteren Hähnen abzulehnen.

Gefieder Henne: Schmuckfedern silbrig-weiss, schwarz gestreift. Brust von rot ,lachsrot bis rehbraun, an den Oberschenkeln in aschgrau übergehend. Körper silbergrau mit feiner dunkelgrauer Zeichnung (die Zeichnung folgt dem Federrand) frei von rot, braunen oder schwarzen Eintönungen. Die Farbe variiert von pastellfarbenem hellgrau bis hin zu leuchtendem silbergrau, altgraue Farbanteile beeinflussen das Gesamtbild äußerst negativ. Der Schwanz ist dunkelgrau, die Federinnenseite ist schwarz.

Weiss

Gefieder Hahn und Henne: Schneeweiss, frei von Gelbtönen.

Alle Geschlechter und Farben: Schnabel weiss oder hornfarben, dunkler Schnabel ist zulässig bei dunklen Dorkings. Augen hellrot. Kamm, Gesicht, Kehl- und Ohrlappen strahlend rot. Füße und Beine (inklusive Zehnägel) ein delikate weiss mit rosa Schattierung.

 Gewicht:  Hahn 4.55 kg - 6.35 kg
  Junghahn 3.60 kg - 5.00 kg
  Henne 3.60 kg - 4.55 kg

Bewertung in Punkten:

  Dunkel  Silbergrau & Rot  Gesperbert & Weiss 
 Grösse 282815
 Typ 201220
 Farbe 122415
 Fünfte Zehe 101015
 Verfassung 121210
 Kopf 101617
 Beine 888
 100100100

Schwerwiegende Fehler:

Fehlende fünfte Zehe, Beine andersfarben als weiss oder weiss-rosa, oder mit Anzeichen von federn an den Beinen. Spore an der Außenseite des Unterschenkels. Einfachkamm beim gesperberten und weissen Farbschlag. Rosenkamm beim roten und silbergrauen Farbschlag. Weiss in Brust oder Schwanz des silbergrauen Hahnes. Farbige Federn beim weissen Farbschlag. Extrem lange Beine. Krumme oder geschwollene Beine. Knoten am Fuß. Jegliche Art von Deformationen.

 

II ) Zwergrasse

Für die Zwergdorking gilt der Standard der Großrasse.

 Gewicht:  Hahn 1130 g - 1360 g
  Henne  910 g - 1130 g

 

Silbergrau

Hahn: Kopf, Hals, Rücken und Sattelbehang weiß, schwarzer Schaftstrich ist gestattet, weiße Flügeldecken, Handschwingen schwarz mit schmalen weißen Außensäumen, Armschwingen Außenfahne weiß mit schwarzer Spitze, Innenfahne schwarz, Sichelfedern grünschillernd, weißgerandete Bürzelfedern gestattet.

Henne: Weißer Kopf, der Halsbehang weiß mit schwarzem Schaftstrich; Rücken, Sattel und Flügel klar silbergrau, ohne Rost oder Braun, jede Feder schwargerieselt, leichter Silberflitter zulässig; helllachsrote Brust, Schwanz dunkelgrau.

 

Dunkel

Hahn: Die Farbe und Zeichnung stimmen mit den Silbergrauen überein, nur tritt im Behang die Zeichnung stärker hervor, der untere Teil des Halsbehangs erscheint durch den durchstoßenden Schaftstrich ziemlich schwarz, an stelle von Silberweiß liegt aber Strohgelb oder grauweiß.

Henne: Halsbehang dunkelgrau, fast schwärzlich; Rücken Flügel und Sattel sehr dunkelbraun, fast schwarz, Federschaft hell; Schwingen braun. Brust dunkellachsrot, am Ende jeder Feder ein dunkelgrauer bis schwarzer Halbmondfleck. Schwanz dunkelbraun mit schwacher grauer Zeichnung. Außerdem ist eine weiter Hennenfärbung zugelassen, bei der das Körpergefieder braungrau ist, jede Feder mit schwarzem Saum. Brustzeichnung wie bei der silbergrauen Henne.

 

Weiß

Reinweiß im Ober- und Untergefieder, frei von farbigem Anflug.

 

Gesperbert

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Schwarz mit Lichtblau leicht bogig quer gebändert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile etwas breiter als die helle. Die Zeichnung ist nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet.

 

Rotbraun

Hahn: Hals- und Sattelbehang glänzend rot mit schwarzem Schaftstrich; Rücken und Schultern dunkelrot; Handschwingen schwarz mit braunem Rand; Armschwingen außen braun, innen schwarz, größere Flügeldeckfedern (Binden) grünglänzend schwarz; Schwanz grünglänzend; Brust und Bauch schwarz; Untergefieder grau.

Henne: Halsbehang goldbraun mit kräftigem, schwarzem Schaftstrich. Schwanz und Schwingen schwarz oder sehr dunkelbraun. Das übrige Gefieder rotbraun, jede Feder mit halbmondförmiger schwarzer Säumung. Heller Schaftstrich gestattet.