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Dorking gold-wildfarbig HV96EB Tobias Grün |
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Mit welchem Elan und Engagement starteten die Züchter unser Rasse, um das stattliche Meldeergebnis von 54 Dorking, 2,3 Dorking in der Stammschau und 12 Zwerg-Dorking in Erfurt zur Nationalen – gleichzeitig unsere HSS mit angebundener JHV – zu erreichen. Der Schock saß tief, als ein paar Tage vor Einlieferung die Absage der Nationalen verkündet wurden. Das Ausmaß der Vogelgrippe nahm zu, so wurde auch die SS in Mitte November in Lingen abgesagt, auch in Leipzig werden nur Tauben zugelassen. Umso erfreulicher, dass die angegliederte SS auf der 24. Bundesschau RÖK in Wieselburg/Niederösterreich am 22. und 23. Nov 2025 stattgefunden hat. Unser Zuchtfreund Tobias Grün aus Südtirol zeigte dort eine überzeugende Kollektion Dorking goldwildfarbig, ein schwerer Hahn mit vierschrötigem Körper, waagrechter Haltung, feinen Kopfpunkten und ausgereiften Steuerfedern wurde mit HV 96 EB herausgestellt. Eine Woche später – es grenzt schon an ein Wunder – wurde in Schirnding in der Oberpfalz die Bezirksschau abgehalten – auch dort waren wir mit einer angegliederten SS zu Gast. Obwohl unsere Züchter aus Thüringen und Sachsen kamen, gab es bis auf das Gesundheitszeugnis keine weiteren Auflagen – es scheint, als ticken die Uhren in dieser landwirtschaftlich geprägten Region – zumindest in Sachen Rassegeflügelzucht – ganz pragmatisch, das verdient ein großes Lob. Wir danken herzlich dem Vorsitzenden und AL Peter Kodritzki vom Schirndinger Verein für die gelungene Präsentation unserer Dorking – sie standen wahrhaftig einreihig in der 1. Reihe und alle Blicke fielen auf sie. Der eingesetzte Sonderrichter, Otto Endler bewertete souverän und setzte die richtigen Schwerpunkte. Mit 38 Dorking und 3 Zwerg-Dorking konnten wir in diesen unruhigen Zeiten sehr zufrieden sind. 1,6 Goldhalsige zeigten wuchtigen Körper, waagrechte Haltung, ausgeprägte Brustpartie bei typischer Zehentrennung und warmen Goldton. 3 Tiere mussten wegen Doppelzacken herabgestuft werden. Leider nur 1,1 in silberwildfarbig und keine Tiere in silberhalsig. Die herausragende Kollektion waren die 1,7 in goldwildfarbig. Auch hier zeigten die Hennen eine enorme Körpermasse mit langer Rückenlinie und waagrechter Haltung. Tiefe Körper mit voller Brustpartie. An der Zehentrennung gab es nichts auszusetzen. Dieser Farbenschlag grenzte sich farblich ganz typisch zu den goldhalsigen ab; die rotbraune Mantelfarbe bei den Hennen mit Rieselung, Nerv- und schwarzer Halbmondzeichnung, diese findet man auch auf der lachsroten Brustfeder, der schwarze Schaftstrich in der Halszeichnung ist stark überzeichnet und verdeckt mehr oder weniger die rotgoldene Grundfarbe. Zwei überragende Vertreterinnen wurden mit V und HV herausgestellt (Tischendorf). 3,9 Weiße stellten die größte Kollektion. Auch hier wuchtige vierschrötige Körper, waagrechte Haltung, typische Zehentrennung und weißem Gefieder. Wünsche gab es in der Gefiederfestigkeit und mehr Brustfülle sowie im Abschluss straffer. Leider mussten auch hier 2 Hennen wegen Doppelzacken und eine Henne wegen der 4. Standzehe Entenfüßigkeit zurückgesetzt werden (HV Mojzis). 3,1 in gesperbert folgten, die Hähne sollten im Sperberbild noch gleichmäßiger sein, hier zeigte sich noch der Wildfaktor, Typ, Zehentrennung und Körpermasse stimmte. Wünsche gab es im Abschluss fertiger und Gefieder ausgereifter. 2,2 silberwildfarbig mit Rosenkamm sahen wir schon lange nicht mehr auf Schauen – hier könnten die Tiere noch mehr Masse und Vierschrötigkeit vertragen, der Typ stimmte und die Zehentrennung war sehr gut. Der Rosenkamm bei Dorking ist breiter und gröber als bei übrigen rosenkämmigen Rassen auch der Dorn verläuft waagrecht – die Kammstruktur ist eher korallenartig. Da die Dorking eng mit den Hamburger Silberlack und den Redcap verwandt sind, hat man ein Gefühl davon, wie der Rosenkamm auszusehen hat. 0,1 goldwildfarbig mit Rosenkamm folgte, eine kräftige Henne, die überzeugte. 0,3 Zwerg-Dorking in silberhalsig konnten im Typ, waagrechter Haltung, Rückenlänge und Fünfzehigkeit überzeugen, eine überragende Henne wurde mit V herausgestellt (Mojzis). Die HSS in 2026 wird in Hamm im Rahmen der Westdeutschen Junggeflügelschau Mitte Oktober stattfinden. Bleibt zu hoffen, dass die Rassegeflügelzucht und das Schauwesen in 2026 von Einschränkungen durch die Vogelgrippe sowie weiteren übergriffigen Maßnahmen verschont bleibt (www.dorking.de). Joachim Mojzis
